Die Original Johann Traber-Show gastierte 2009 mit ihrer spektakulären Motorradshow auf der Muswiese!
1949 war die Traber-Familie erstmals auf dem „Fest der Feste“ in Hohenlohe.
2009 wird Deutschlands bekannteste Artistenfamilie erneut an allen
Muswiesentagen auftreten.
Abgesehen von den Fahr- und Schaugeschäften und den übrigen Sensationen, sollte die Muswiese 1949, die erste „richtige“ Muswiese nach dem Krieg, das Fest der Superlative werden. Durch Initiative der Gemeindeverwaltung konnte der größte Teil des Vergnügungsparks des Münchner Oktoberfestes gewonnen werden. Als besondere Attraktion waren die Traber - Hochseilartisten von Weltruf - angesagt. Schon eine Woche vor Festbeginn war die Zeitung täglich voll von Reklame für das „Fest der Feste“. Ihre eigene Art von Reklame machten die „Traber“. Der hiesige Radiohändler Willy Bayh hatte auf seinem roten Hanomag ein Modell der Musdorfer Kirche sowie Lautsprecher montiert und fuhr tagtäglich auf Werbefahrt. Der Willy steuerte den Wagen und sorgte für den „guten Ton“, während die zwei mitfahrenden jungen Traber in allen Städten, Städtchen und größeren Ortschaften, die sie durchfuhren, lautstark ihre Kunststücke ankündigten.
Während das Drahtseil 1949 von einer Wiese hinter der St. Michaels-Kirche zum Kirchturm gespannt wurde, verläuft das Seil 60 Jahre später, auf einer Länge von 250 m, quer über das Muswiesen-Gelände, zu einem Mast in 42 Meter Höhe.
Unter den Zuschauern wurde es mäuschenstill
Der Rot am See`r Heimatforscher und Augenzeuge Herbert Schüßler berichtet im Muswiesenbuch über das Spektakel folgendermaßen: „In strahlendem Weiß erschienen die Artisten und bestiegen zuerst einen Stahlturm, an dem das eine Seil verankert war und auf dem ein Motorrad mit einem darunter hängenden Trapez stand. Einer nahm auf dem Motorrad Platz, ein anderer setzte sich, mit einer langen Balancierstange in den Händen, auf das Trapez. Knatternd setzte sich das Fahrzeug auf dem schaukelnden Seil in Bewegung. Unter den Zuschauern wurde es mäuschenstill. Auf halber Höhe, gut zwanzig Meter über dem Boden, stoppte das Motorrad und der Fahrer zeigte auf dem Lenker einen Handstand, während der darunter sitzende Artist das Fahrzeug ausbalancierte. Weiter ging`s bis zum Turm und rückwärts wieder zurück. So etwas hatten die Hohenloher noch nicht gesehen und donnernder Beifall erklang nach der glücklichen Rückkehr.“
Die Seiltänzer – die fliegenden Menschen – sind die Könige unter den Artisten
Dazu zählen die Trabers. Sie sind Deutschlands bekannteste Artistenfamilie und ihre Tradition geht auf das Jahr 1799 zurück. Seit über 200 Jahren gibt es in jeder Generation Hochseilakrobaten. Die Hochseilartistik liegt ihnen einfach im Blut. Aber nicht nur in Deutschland sind die Trabers bekannt, in nahezu 40 Ländern der Welt gastierten sie – eigentlich auf jedem Kontinent. Sie zeigten ihr Können vor Prinzen und Königen, vor Scheichs und der großen Politik. Zu ihren Zuschauern gehörten auch die Großen aus Sport und Showbusiness. Die berühmtesten Plätze dieser Erde waren und sind ihre Manege – sei es das Kolosseum in Madrid oder das Londoner Wembley Stadion. Am liebsten tritt die Artisten-Familie aber vor „normalen“ Menschen auf.
Rekorde ohne Netz und doppelten Boden
Die Trabers können auch einige Rekorde ihr eigen nennen: In ihrer Luftseiltänzerdynastie gab es einen Star: Onkel Alfred. Alfredo, das war ein Wahnsinnstyp sagen seine Neffen noch heute. Ein Weltklasseartist. So überquerte er 1928 die Niagarafälle auf dem Seil und 1953 fuhr er mit dem Motorrad, seinen Sohn Henry im Trapez, über das Höllental an der Zugspitze – dies bescherte ihm den Eintrag im „Buch der Rekorde“.
Für mächtige Stimmung und Spannung sorgten Johann Traber und Sohn Johann zu Silvester 2003 am Brandenburger Tor. Über den Köpfen tausender Feiernder stellten sie einen neuen Weltrekord auf. Vater und Sohn schafften in schwindelnder Höhe von 40 Metern 15 Motorrad-Salti!
Johann Traber: "Meine Familie ist mein Netz - und der Respekt vor meiner Arbeit"
Die Trabers gehen auf Nummer sicher! Monatelange Vorbereitungen, bestes Material und absolut perfekte Ingenieursleistungen schaffen die Grundlage für erfolgreiche und sichere Höchstleistungen auf dem Hochseil. Vierzig Tonnen Material werden für die Hochseilakte bewegt. Technische Spitzenleistungen und optimal präpariertes Material sichern den Erfolg der Artisten. Doch bei aller Perfektion und Technik: Der Thrill bleibt!