Dank der Medien pfeifen es auch schon die Spatzen von den Dächern:
„Herbstzeit - Muswiesenzeit“
Sie führen Interviews, recherchieren, schreiben, berichten, fotografieren und filmen, die Rede ist von den Medienvertretern auf der Muswiese. Sie tragen dadurch wesentlich dazu bei, dass die Muswiese für viele Menschen, weit über die Gemeindegrenzen hinaus, ein Begriff ist. Seit Jahrzehnten wird kontinuierlich über die Muswiese berichtet, sei es in Zeitungs-Interviews im Rundfunk oder in Kurzfilmen in der Abendschau im Fernsehen.
Vor allem die Redakteure des Hohenloher Tagblatts sollen hier als erstes genannt werden. Durch die wohlwollende, breite und sachkundige Berichterstattung vor und während der Muswiese, heben sie sich deutlich von ihren Kollegen der zwanziger und dreißiger Jahre ab, die das Fest damals kaum erwähnenswert fanden. Fast schon ein bisschen legendär sind die beliebten Muswiesensplitter, welche unter den Kürzeln, wie z. B. „aka“, „bes“ und „haz“ verfasst wurden. Gerne erinnert man sich daran, wenn die kleinen Anekdoten oder Missgeschicke vom Fest der Feste „an den Rand geschrieben…“ waren: Pries da doch einer der Sockenhändler einem Kunden seine Ware mit dem Spruch an: „Je mehr Du nimmscht, desto billiger wird`s.“ Der überlegte nicht lange und fragte schlitzöhrig: „Wieviel muaß mer kaafe, dass es nix mer koscht?“
Zum guten Muswiesenton gehörend und jeweils am Sonntag, Dienstag und Mittwoch am Gemeindestand anwesend, ist seit vielen Jahren das SWR 4 Frankenradio. Der beliebte SWR-Moderator Wolfgang Köhler sorgt dafür, dass die Muswiese weit über die Landesgrenzen hinausgetragen wird. Er kennt das „Fest der Feste“ in- und auswendig und ist vergleichbar mit dem Reporter Gerd Struwe. Dieser Pionier des Rundfunks hat 1931 schon die Muswiese entdeckt und mit einheimischen Akteuren zusammen eine große Rundfunksendung über das Fest der Hohenloher Franken gemacht, welche heute zwar nostalgisch, aber immer noch aktuell ist. Der Sendetext wurde damals im „Vaterlandsfreund“ (heutiges HT) veröffentlicht, die ganze Sendung mit Sprache, Musik und Gesang auf Schallplatten „konserviert“.
„Einfach klasse“ lautete die kurze, aber präzise Antwort von Rolf Fritz auf die Frage, wie es ihm auf der Muswiese gefalle. Der Moderator des Süddeutschen Rundfunks war mit seinem Kamerateam zwischen den Marktständen unterwegs, um Material für den „Treffpunkt“ zu sammeln. Nette Leute habe er kennengelernt, hunderte von Themen könne man bearbeiten und die Atmosphäre sei einzigartig, so der Fernsehjournalist zu seinen Erfahrungen mit dem Hohenloher Fest. Den hiesigen Wetterverhältnissen traute das Fernsehteam beim ersten Besuch 1993 allerdings nicht, waren sie doch samt und sonders mit dicken Wanderschuhen und kniehohen Gummistiefeln ausgerüstet.
Gespannt sein können die Besucher auf die Gestaltung des diesjährigen Muswiesentalers und des Gemeindestandes im Zelt der BDS-WritschaftsMesse. Verknüpft der Rot am Seer Künstler „KOVAL“ das Thema „Medien auf der Muswiese“ doch mit der Redensart „DieSpatzen pfeifen es von den Dächern“. Hierbei handelt es sich um einen Ausdruck für etwas, was längst kein Geheimnis mehr ist und sich überall herumgesprochen hat.