Muswiese 2012

Die Muswiese 2012 vom Samstag 06. bis Donnerstag 11. Oktober. Montag ist wie immer Ruhetag.

Noch

Muswiese interaktiv



Willkommen in Musdorf

"Muswiesenfieber“ macht sich wieder breit 

(Artikel von www.rotamsee.de)


Pünktlich zum Muswiesen-Beginn stellte sich auch ein richtiges „Muswiesen-Wetter“ in unserer Gemeinde ein. Sah es anfangs fast so aus, als ob Petrus noch ein Einsehen mit uns hätte und die Wolken an Musdorf vorbeiziehen würden, prasselten am Muswiesen-Samstag dann doch immer wieder kräftige Regenschauer nieder. Dies tat dem Besucherstrom aber keinen großen Abbruch. Denn Ausweichmöglichkeiten gibt es auf dem abwechslungsreichen Festgelände ja genügend und da wurde der Einkaufsbummel dann kurzerhand von einer Einkehr in einer der gemütlichen Muswiesen-Wirtschaften unterbrochen.

Auch die vielen Sportbegeisterten blieben vom Regen nicht verschont – den Auftakt bildeten die Muswiesenläufe, bei denen man sich mit einem recht stattlichen Teilnehmerfeld messen konnte.

Anschließend stand das Muswiesenderby zwischen dem TV Rot am See und dem SV Brettheim auf dem Programm, das die Brettheimer Fußballer mit einem 1:0 für sich entscheiden konnten.

Als nicht ganz so treffsicher wie die Brettheimer Schützen erwies sich Bürgermeister Gröner beim Fassanstich in der Festhalle Hahn, mit dem er die Muswiese am Samstag-Abend eröffnete. Der Auftakt für „das Fest der Feste“ war gemacht und die zahlreichen Muswiesenfans aus nah und fern feierten ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.

Besinnlicher startete dann der Muswiesen-Sonntag mit einem Festgottesdienst in der Musdorfer Michaelskirche, der von Dekan Dr. Winfried Dalferth aus Crailsheim gestaltet wurde.

Unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Rot am See zogen die zahlreichen Ehrengäste dann von der Kirche zum Zelt der BdS-Wirtschaftsmesse, zur Eröffnung der gewerblichen und landwirtschaftlichen Ausstellung durch Bürgermeister Gröner. Als Stärkung nach dem Fußmarsch wurden sie mit einem Gläschen Wein und einem Roterle von den Rathausmitarbeitern begrüßt.

Die Eröffnung wurde von Herrn Andreas Brauer von der Musikschule Notentreff und Herrn Philipp Ziegler mit flotten Akkordeonstücken musikalisch umrahmt.

 

„Wir sind Muswiese“ – mit diesen Worten, die an den Papstbesuch in Deutschland angelehnt waren, begrüßte Bürgermeister Gröner alle anwesenden Gäste, die auch gleich vom berüchtigten „Muswiesenfieber“ angesteckt wurden. Denn einmal im Jahr wird das kleine und sonst so beschauliche Musdorf zum Mittelpunkt und Herzen von Hohenlohe und weit darüber hinaus.

Für viele beginnt damit die fünfte Jahreszeit – das hat die Verwaltung aufgegriffen und  zum diesjährigen Muswiesenthema gemacht – „Muswiese – unsere fünfte Jahreszeit“. Nach einer Definition im Internet bezeichnet die fünfte Jahreszeit einen mehrere Tage bis Wochen andauernden Zeitraum, in dem ein Ereignis stattfindet, das den Lebensrhythmus vieler Menschen so stark beeinflusst, wie es sonst nur der Wechsel der 4 Jahreszeiten tut. Und wo sonst könnte diese Beschreibung besser passen, als bei unserer schönen Muswiese.

Nach 365 anstrengenden Tagen, die hinter den meisten der Besucher liegen dürften, kommen nun erholsame Tage, aus denen man Energie für den anstrengenden Alltag tanken kann, der einen nach der Muswiese wieder unaufhaltsam einholen wird. Die Muswiese ist Mittelpunkt, Anfang und Ende, Start und Ziel. Nach ihr zählt die Zeit und nach ihr wird der Jahresablauf eingeteilt.

Der Muswiesenstand wurde wieder gekonnt - passend zum Muswiesenthema - vom ortsansässigen Künstler Koval mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhof-Teams gestaltet. Die schöne Blumendekoration stammt von der Gärtnerei Wieland.

Auch die große Politik war Thema der Ansprache, so war sich Bürgermeister Gröner sicher, dass die Muswiese nach all den Höhen und Tiefen seit dem Jahr 1434 auch die momentane Eurokrise überstehen wird. Augenzwinkernd fügte er hinzu, dass man hier keinen großen Rettungsschirm braucht, da es auf dem Muswiesengelände ganz viele kleine Schirme gibt, die alles zusammenhalten.

Die Muswiese wird auch diese Turbulenzen überstehen, denn sie ist mehr als eine Veranstaltung, die irgendwann zwangsläufig äußeren Einflüssen unterliegt – sie ist schlicht eine Institution.

Für Jung und Alt, für die ländliche Bevölkerung ebenso wie für die „Städter“ stehen Geselligkeit, gute Laune, Spaß, Unterhaltung, gutes Essen und Trinken, Nervenkitzel im Vergnügungspark sowie Einkaufen im größten Freiluftkaufhaus ganz oben auf der täglichen Agenda und die sonst eher übliche Zurückhaltung, Sorgsamkeit und Sparsamkeit der Hohenloher ist wie weggeblasen.

Bürgermeister Gröner bedankte sich bei allen Helfern im Hintergrund, die zum Gelingen eines Festes in dieser Größenklasse erforderlich sind. Ein besonderer Dank ging an die Hauptorganisatorin im Rathaus, Frau Meinikheim, an Marktmeister Kurr und Herrn Reiß, an Bauamtsleiter Vogt und an das Team des gemeindlichen Bauhofs.

In diesem Zusammenhang teilte er mit, dass Günter Kurr nach 33 Jahren als Marktmeister nach dieser Muswiese endgültig in den Ruhestand treten wird und Herr Reiß seine Nachfolge übernimmt. Eine offizielle Verabschiedung wird es zwar noch während der Muswiese geben, aber am Muswiesen-Sonntag wurde Herrn Kurr schon mal eine ganz besondere Ehre zuteil – die Ernennung zum Ehrenmarktmeister. Die Besucher zollten Herrn Kurr mit einem herzlichen Applaus Respekt für seinen jahrelangen tatkräftigen und sicher nicht immer ganz einfachen Einsatz auf der Muswiese.

Am Sonntag jagte dann bei schönem Herbstwetter ein Highlight das nächste. Während die ganz Kleinen vom Luftballonstart magisch angezogen wurden und 669 Luftballons auf die Reise schickten, konnten die größeren Besucher den Blick aus dem Hubschrauber über das Muswiesengelände schweifen lassen.

Auch wenn sich das Wetter nicht immer von der besten Seite zeigte – man musste auf dem Festgelände weit laufen, wenn man hängende Mundwinkel sehen wollte. Der Hohenloher lässt sich sein Fest nämlich nicht durch ein paar Regentropfen vermiesen – richtig eingepackt trotzt man auch einem Kälteeinbruch und genießt die unbeschwerte Zeit mit guten alten Bekannten, die man eben immer nur auf der Muswiese trifft. Man kann gerade mal ein paar Schritte gehen, bevor man schon wieder ein bekanntes Gesicht sieht und für ein kurzes Schwätzchen stehen bleibt. So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass man die Muswiese an ganzen 5 Tagen feiert, denn sonst hätte manch einer gar nicht die Möglichkeit das ganze Festgelände zu erkunden…

Natürlich sind auch „Auswärtige“ herzlich willkommen – denn nirgendwo sonst schließt man so schnell neue Freundschaften wie auf unserer Muswiese. Und im nächsten Jahr sind dann schon wieder ein paar bekannte Gesichter dazugekommen.

 

Die 5te Jahreszeit


Elf Monate im Jahr ist der rund 70 Seelen zählende Weiler Musdorf ein beschaulicher, ruhiger und liebenswerter Ort. Aber Anfang Oktober herrscht im positiven Sinne der „Ausnahmezustand“. Es findet das Fest der Feste statt - die Muswiese - unsere fünfte Jahreszeit. Seit Jahrhunderten ist alles auf den Beinen, um hier dabei zu sein.
Selbst Gunter Haug, der bekannte Buchautor von „Niemands Mutter“ und „Niemands Tochter“, hat dem weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Fest einen Presseartikel gewidmet: „Ach komm, das sagen sie doch alle: Es sei das schönste Fest – womöglich gar weltweit. Man kann es beinahe nimmer hören. Überall dieselben großen Sprüche: das schönste, das größte, das älteste, das gemütlichste Fest überhaupt. Ob in Crailsheim das Fränkische Volksfest, die Mooswiese in Feuchtwangen oder die Muswiese in Musdorf bei Rot am See. Überall ist es doch dasselbe. Nur mit dem einen, kleinen – aber eben doch entscheidenden Unterschied: Auf die Muswiese treffen diese Superlative wirklich zu. Und zwar alle.“ Na, wenn das keine Hommage an die Muswiese ist! Gut möglich, dass man den erfolgreichen Buchautor auch dieses Jahr auf der Muswiese trifft, denn das hausgemachte Sauerkraut in den Bauernwirtschaften hat es ihm besonders angetan…

Das heitere Lebensgefühl, welcTaler_2011hes die „Einheimischen“ an den Muswiesentagen überkommt, ist unschlagbar. Egal ob die Sonne scheint, ob es regnet, stürmt oder sogar schneit, die Muswiese ist ein „Muss“ für Groß und Klein und hat einen festen Platz im Jahresablauf. Nicht selten wird bereits im Dezember/Januar auf dem Rathaus der Muswiesentermin erfragt, um die Tage in der Urlaubsplanung mit einzubeziehen.

 

Die Muswiese muss nach 577 Jahren auch nicht neu erfunden werden, bewährt haben sich die traditionellen Programmpunkte wie: Muswiesenlauf, Muswiesenderby, Fassanstich, Festgottesdienst, Eröffnung der Gewerbe- und Landwirtschaftsausstellung, Luftballonwettbewerb, „Atempause“ in der Michaelskirche, Standkonzert des Musikvereins, Historischer Metzgertanz und Brillantfeuerwerk. Zur BDS-Mittelstandskundgebung wird dieses Jahr der „Stuttgart 21 - Schlichter“, Dr. Heiner Geißler erwartet.

 

Für die Unterhaltung der Besucher ist nicht zuletzt der Schaustellerbereich verantwortlich. Mit dem ultimativen Fahrspaß „FreeStyle“ – das nicht über Kopf fährt und trotzdem den ultimativen Adrenalinkick bietet, „Sweety Star“ – das beliebte und bekannte Familien-Fahrgeschäft, „Magic Jumper“ – das Bungee-Trampolin, wo nicht nur das Mitmachen sondern auch das Zuschauen Vergnügen pur bereitet, dem Autoscooter, dem Babyflug, Crazy Chips, Schiffschaukel, Kinderkarussell, Großverlosung,…dürfte für Jeden etwas dabei sein.

 

Rund 270 Marktstände wurden in diesem Jahr wieder zur Muswiese zugelassen. Die Besucher können versichert sein, dass es kaum etwas geben wird, was es nicht gibt. Vom Rosshaarbesen über ausgefallene Senfvariationen zu wohlriechenden Gewürzen, vorbei an Kittelschürzen und Handschuhen geht es weiter zu Körben, Puppen, Tischdecken, Lederwaren, Hängematten, Bettwäsche, Jacken, Schmuck, Dekoartikel, Holzrechen, Hüten, Spielwaren und nicht zu vergessen den „ultimativen Liebestötern“ den langen Unterhosen. Und wem das noch nicht genug ist, der findet vielleicht gefallen an einem Rasentrimmer, einer neuen Haustüre, einer Sauna, einem Gartenhäuschen oder gar einem Mähdrescher bei der landwirtschaftlichen und gewerblichen Ausstellung. Dieses Jahr präsentieren sich auf der grünen Wiese 137 Aussteller. Hervorzuheben ist auch das Zelt der Wirtschaftsmesse. Organisiert vom örtlichen Bund der Selbständigen, zeigen 56 Aussteller Nützliches rund ums Bauen, Wohnen, Haus und Garten. Am BdS – Stand werden täglich bei der Aktion „Handwerk live“ interessante Berufe vorgestellt und am Sonntag gibt es wieder das Promi-Kochen.

 

Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich an allen Tagen bestens gesorgt. In den Festzelten u.
-hallen, bei den Bauernwirtschaften, in den Gastronomiebetrieben und an den zahlreichen Imbissständen gibt es alles, was das Herz begehrt. Im Dreispitzzelt wie in der Festhalle Hahn spielen ab Samstag viele verschiedene Musikgruppen, mal volkstümlich, mal fetzig, mal zum Mitmachen. Und wie immer gilt: Montag RUHETAG!